person using a calculatorUnkreative SPÖ-Vorschläge - Symbolbild: © Pexels

Sozialisten beklagen immer wieder die angeblich unfair aufgeteilte Steuerlast in Österreich. Die sogenannten „Gutverdiener“ und die „Reichen“ (die Erklärung, wer genau damit gemeint sein soll bleiben die Linken meist schuldig) würden viel zu wenig Steuern bezahlen – die „sozial Schwachen“ bekämen immer noch zu wenig. Ein Faktencheck zeigt: Das Gegenteil ist der Fall. Besserverdiener erhalten das System.

Es ist ein Schlag ins Gesicht aller Leistungsträger, was die SPÖ in diesen Tagen vorgeschlagen hat: Sie fordert nach oben unbegrenzte Krankenversicherungsbeiträge (lucasammann.com hat berichtet). Damit möchte die SPÖ die Budgetlöcher der maroden Sozialversicherungsträger stopfen. Mittel zum Zweck: Das Schröpfen der arbeitenden Bevölkerung. Sofort nach Veröffentlichung des Kommentars kamen die „Argumente“ der Linken: Es würden ohnehin nur ein paar Prozent die Höchstbeitragsgrundlage überschreiten.

Was für ein absurdes Argument! Diese „Besserverdiener“ erhalten nämlich Österreichs (Sozial)system. Sie bezahlen nämlich nicht nur mehr Steuern und Abgaben, sondern bekommen auch noch weniger an (Sozial-)Leistungen aus dem System heraus. Sie sind also doppelt benachteiligt. So findet eine Umverteilung nach unten statt. Sozialisten nennen das den „sozialen Ausgleich“. Dabei sollten diese Menschen stolz und dankbar für ihre Leistungsträger sein, die ihnen Versicherungsleistungen, Sozialleistungen und andere aus dem Budget finanzierte Leistungen finanzieren.

Grafik zu den Einkommenssteuern in Österreich: 23 Prozent der obersten 25 Prozent der Steuerzahler zahlen 73 Prozent der gesamten Einkommensteuer.
Die Leistungsgesellschaft in einer Grafik dargestellt – Grafik: lucasammann.com

Ein Blick in die Einkommenssteuerstatistik zeigt: Die oberen paar Prozent zahlen am meisten Einkommenssteuer – sie machen den beträchtlichen Teil des Steueraufkommens bei der ESt. aus. Weiter konkret: 23 Prozent der ESt.-Fälle machen 73 Prozent des gesamten ESt.-Aufkommens aus! Die ESt. ist in Österreich progressiv ausgestaltet.

Von Lucas Ammann

Lucas Ammann ist Blogger und schreibt hier über Themen, die ihn persönlich betreffen und berühren. Zuvor war er bereits für diverse österreichische Medienhäuser tätig. Mehr unter "Über mich".

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