Am Rednerpult: Klubobmann Nico Marchetti (ÖVP) | Bild: © Parlamentsdirektion/​Johannes Zinner

Der ORF bekam im Jahr 2025 rund 102 Millionen Euro an Zuschüssen aus dem Budget. Diese Zuschüsse sind laut vielen Experten EU-rechtswidrig. Das will ÖVP-Generalsekretär und Mediensprecher Nico Marchetti nun ändern.

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Was viele nicht wissen: Der ORF wird nicht nur durch die sündteure ORF-Haushaltsabgabe, sondern auch über das Budget des Bundes aus öffentlichen Geldern finanziert. Dieser Zuschuss wird seit Jahren EU-rechtswidrig praktiziert – dazu laufen auch mehrere Verfahren vor der EU-Kommission.

Laut der Medientransparenzdatenbank der Regulierungsbehörde machte diese Bezuschussung im Jahr 2025 rund 102 Millionen Euro aus – mehr sogar, als die Regierung ursprünglich geplant hat. Doch soll sich jetzt ändern: Nico Marchetti (ÖVP) fordert aktuell einen „Beitrag des ORF zur Budgetkonsolidierung“, wie es in einem Posting auf Instagram heißt. Was damit genau gemeint ist, ist unklar – jedenfalls dürfte es sich um ein Streichen von Budgetzuschüssen handeln.

Ob es Druck von der EU-Kommission gegeben hat, ist unklar. Gut möglich wäre es jedenfalls: Schon einmal wäre Österreich wegen seines maroden ORF-Gesetzes wettbewerbsrechtlich verurteilt worden. Lucasammann.com bleibt an der Sache dran.

Von Lucas Ammann

Lucas Ammann ist Blogger und schreibt hier über Themen, die ihn persönlich betreffen und berühren. Zuvor war er bereits für diverse österreichische Medienhäuser tätig. Mehr unter "Über mich".

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