Der FPÖ-Chef gibt sich im Sommergespräch mit oe24TV kanzlertauglich, setzt weniger auf Populismus und mehr auf Wirtschaft und kündigt ein ORF-Volksbegehren an.
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Es sind überraschend versöhnliche, vernünftige und sachliche Töne, die FPÖ-Chef Kickl im Sommergespräch bei oe24TV anschlägt. Kickl setzt sich im Interview für niedrigere Steuern, eine Senkung der Köperschaftssteuer (KSt) und der Einkommenssteuer ein und will Überstunden steuerfrei stellen. Damit setzt Kickl bewusst Singale an die Leistungsgesellschaft und die Wirtschaft.
Auch sonst war weniger Populismus als sonst. Die Migrationspolitik spielte überraschend eher nur eine kleine Rolle, was auch an der hervorragenden Moderation lag (Niki Fellner und Isabelle Daniel) – die anders als der Staatsfunk mehr Raum für Inhalt boten und weniger Oberflächlichkeit lieferten als der ORF. Das Gespräch zeigt: Wenn man Kickl sprechen lässt, sagt er durchaus viele sinnvolle Dinge.
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Überhaupt bereitet die FPÖ ihre Regierungszeit bereits im Hintergrund vor. Einige Reformpapiere sollen schon fertig in der Schublade liegen. So auch das beim Sommergespräch angekündigte ORF-Volksbegehren, das unter anderem die Abschaffung des ORF-Beitrags fordern wird und noch im September von der FPÖ eingebracht werden soll.
Einzig die Gegenfinanzierung für seine Entlastungsvorschläge ist er schuldig geblieben. Im Staat gibt es aber ohnehin noch genug zu sparen.
