SPÖ-Vizekanzler Andreas Babler im Parlament | Bild: © Parlamentsdirektion/​Thomas Topf

Der gescheiterte Vizekanzler hat nicht nur seine Versprechungen nicht gehalten, auch der innerparteiliche Rückhalt für den qua-Eigendefinition-Marxisten ist mittlerweile schwindend gering.

Exklusive Hintergründe: Abonnieren Sie lucasammann.com jetzt auch auf WhatsApp!

Das waren noch Zeiten, als Noch-Vizekanzler Andreas Babler von der Wahlkampfbühne runterbrüllte: „Wenn roter Balken in die Höhe geht, ist das eine gute Nachricht für unser Land!“ Der Sager ist noch nicht zwei Jahre alt und stammt vor dem Tag der Nationalratswahl 2024. Die Brüllattacke des numehrigen Vizekanzlers ist mittlerweile ein richtiger Kassenschlager in den sozialen Medien geworden – er erreicht Hunderttausende User. Auch versprach Babler im Wahlkampf großmundig, die Kinderarmut „abschaffen“ zu wollen.

Peinliche Aussagen, die sich von jeder Realität entfernt haben. Das haben mittlerweile alle verstanden: Die Wähler (ein Blick auf die Umfragen genügt), der politische Mitbewerb – und mittlerweile auch seine Parteigenossen. Der Rückhalt für Babler schwindet. Das hat mehrere Gründe: Babler liefert einerseits inhaltlich nichts, seine meisten Auftritte sind mehr als blamabel und öfter auch skandalös, man denke etwa an die Fake-News, die er in Bezug auf angeblich öffentlich bezahlte Schönheitsoperationen in Privatspitälern verbreitet hat.

„Ich gebe ihm maximal noch ein Jahr“

Und: Seine Umfragewerte sind katastrophal. So kommt es auch, dass viele Bundesländer Andreas Babler nicht mehr länger halten wollen – die Schlüsselrolle kommt hier immer noch dem Wiener Bürgermeister Ludwig zu. Doch es wird immer enger für Andreas Babler. Bereits zu Sommerbeginn sagte ein Insider gegenüber LA Media: „Ich gebe ihm maximal noch ein Jahr.“

Lucas Ammann bekommt keinen Cent an öffentlichen Geldern. Damit diese Seite weiter existieren kann, bitten wir um Ihre Unterstützung. Wenn Ihnen meine Arbeit gefällt, unterstützen Sie mich mit einer Spende!

Die Situation hat sich in der Zwischenzeit weiter zugespitzt für den Marxisten in der Regierung. Klar ist: Bei einer etwaigen Neuwahl – die immer wahrscheinlicher wird – wird Babler nicht mehr Spitzenkandidat der SPÖ sein. Das Problem ist nur, dass die Personaldecke der SPÖ mittlerweile derart dünn ist, dass sich kaum ein charismatischer, geeigneter Nachfolger findet. Besser als Babler ist zwar fast jeder, aber das Talent, um wirklich wieder bei den Wählern punkten zu können, ist weit und breit nicht in Sicht.

Doskozil? Zeiler?

Am ehesten käme noch der burgenländische Landeshauptmann Doskozil in Frage, der hat aber weiter mit Stimmproblemen zu kämpfen. Medienmanager Zeiler, der immer wieder ins Spiel gebracht wird, wäre weder eine Zukunftshoffnung noch ein Signal an die kommende Generation. Damit verliert die SPÖ mit jedem Altsozi, der in Wien zu Grabe getragen wird, einen weiteren Wähler – und es kommt keiner nach.

Von Lucas Ammann

Lucas Ammann ist Blogger und schreibt hier über Themen, die ihn persönlich betreffen und berühren. Zuvor war er bereits für diverse österreichische Medienhäuser tätig. Mehr unter "Über mich".

Kommentar verfassen

Entdecke mehr von Lucas Ammann

Jetzt abonnieren, um weiterzulesen und auf das gesamte Archiv zuzugreifen.

Weiterlesen

Entdecke mehr von Lucas Ammann

Jetzt abonnieren, um weiterzulesen und auf das gesamte Archiv zuzugreifen.

Weiterlesen