Gernot Blümel mit Lucas Ammann | Bild: © privat/la

Gernot Blümel hat die Politik hinter sich gelassen. Heute ist der ehemalige Finanz- und Medienminister Geschäftsführer eines KI-Forschungspark in Venedig und schreibt über die Zukunft des Menschen. Seine Botschaft: Weniger Panik, mehr Vernunft. Sein Buch ist mittlerweile SPIEGEL-Bestseller.

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Gernot Blümel ist heute dort zu finden, wo viele ehemalige Politiker eher nicht landen: Im Labor der Zukunft. Seit seinem Abschied aus der Politik Ende 2021 arbeitet er an einem Forschungspark für Künstliche Intelligenz und digitale Medizin in Venedig. Unternehmen, Start-ups und Wissenschaftler sollen dort gemeinsam an medizinischen Anwendungen von KI forschen.

Blümel ist fasziniert von einer Technologie, die für ihn nicht nur technische, sondern vor allem philosophische Fragen aufwirft. Was ist Vernunft? Was bedeutet Bewusstsein? Und was bleibt vom Menschen, wenn Maschinen Sprache beherrschen und Probleme lösen können?

Ist KI gefährlich?

Sein neues Buch trägt deshalb den Titel Die Selbstsetzung des Menschen. Blümel warnt darin vor einer übertriebenen Angst vor künstlicher Intelligenz. Die Vorstellung, KI werde uns zwangsläufig vernichten, erinnert ihn an Science-Fiction. „Terminator 2“ sei beinahe zum Bildungsfilm geworden, sagt er zugespitzt.

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Dabei verschweigt er die Risiken nicht. Er verweist vielmehr darauf, dass fast jede große technische Erfindung zunächst Ängste ausgelöst habe – von der Schrift über den Buchdruck bis zur Eisenbahn. Die heutige KI-Debatte müsse deshalb historisch eingeordnet werden.

Blümels Lieblings-KI-Anwendung

Blümel nutzt KI selbst intensiv. Mit Plattformen wie Perplexity lässt er eigene Thesen überprüfen und sucht nach wissenschaftlichen Quellen. Was früher stundenlange Recherche bedeutete, könne heute in wenigen Minuten erledigt werden. Auch beim Schreiben seines Buches diente ihm KI quasi als intellektueller Sparringpartner.

Buchcover von Gernot Blümel mit dem Titel 'DIE SELBSTSETZUNG DES MENSCHEN', das eine philosophische Gebrauchsanweisung für die Gesellschaft im Zeitalter der Künstlichen Intelligenz bietet.
Blümels Buchcover | Bild: © Plassen-Verlag

Politisch hält sich der Ex-Minister inzwischen zurück. Spekulationen über neue Parteien kommentiert er nicht. Dafür spricht er umso lieber über die Zukunft.

„Rationaler Optimist“

Blümel bezeichnet sich selbst als „rationalen Optimisten“. Trotz aller Krisen gehe es Österreich und Europa im weltweiten Vergleich weiterhin sehr gut. Veränderungen müssten daher nicht nur als Bedrohung verstanden werden.

Vielleicht ist das die ungewöhnlichste Wendung in Blümels Karriere: Der ehemalige Politiker beschäftigt sich heute weniger damit, wie Menschen Politik machen – und mehr damit, was Menschen überhaupt noch einzigartig macht.

Gernot Blümel: Die Selbstsetzung des Menschen – Eine philosophische Gebrauchsanweisung für unsere Gesellschaft im Zeitalter der Künstlichen Intelligenz; Plassen Verlag, 23,50 Euro

Hinweis und Selbstversuch: Diese Interviewzusammenfassung stammt – von wenigen Adaptierungen abgesehen – von ChatGPT auf Grundlage eines Transkripts des Interviews. Der Selbstversuch soll zeigen, wie verwechselnd ähnlich KI-Texte mit von Menschen verfassten Texten sein können.

Von Lucas Ammann

Lucas Ammann ist Blogger und schreibt hier über Themen, die ihn persönlich betreffen und berühren. Zuvor war er bereits für diverse österreichische Medienhäuser tätig. Mehr unter "Über mich".

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