Die Performance des ESC überzeugt nicht alle. | Bild: Corinne Cumming/EBU

Grauenhafte Quoten für den ORF bei der Übertragung des Rahmenprogramms zum Eurovision Song Contest (ESC). Die Eröffnung des Polit-Events sahen gerade einmal fünf Prozent der TV-Zuschauer, manche Sendungen hatten gerade einmal 50.000 Zuschauer und wurden sogar vom Programm der privaten Konkurrenz überholt.

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Ein vernichtendes Urteil stellen die Zuschauer dem ORF beim ESC aus: Das Event, das angeblich so Aufmerksamkeit der gesamten Welt auf sich zieht, bekommt jedenfalls bei den österreichischen Zuschauern wenig Beachtung. So hatte die vom ORF übertragene Eröffnung des ESC gerade einmal 97.000 Zuschauer – und das auf einem der beiden Hauptkanäle, ORF1! Das sind für einen öffentlich-rechtlichen Sender in der Größe ausgesprochen schlechte Werte.

Jetzt kommt es aber noch schlimmer! Die Quoten wurden bisher im Verlauf der Woche immer noch schlechter. Die Sendung „Live vom Wiener Rathausplatz: Vienna 2026 – Das Song Contest Magazin“ um 17:55 Uhr auf ORF1 erhielt gerade einmal eine Durchschnittsreichweite (DRW) von 78.000 Sehern. Das macht eine DRW von einem (!) Prozent. Bei der DRW in Prozent wird die individuelle Sehdauer eines Zuschauers berücksichtigt. Das heißt: Die Sendung war so einschläfernd, dass viele sofort wieder umgeschaltet haben. Das geht aus den Zahlen der AGTT-Medienforschung hervor (Gruppe 12+, alle Empfangsebenen).

Von ServusTV überholt

Doch wer denkt, es geht nicht noch tiefer in den Keller mit den ORF-ESC-Quoten, der irrt. Das erwähnte ORF-Live-Magazin vom Rathausplatz floppte am Mittwoch mit einer DRW von 57.000 (!) und einem Marktanteil (MA) von gerade einmal fünf Prozent (!). Das später um 19:55 Uhr gesendete „ZIB Magazin Song Contest“ schaffte gerade einmal einen MA von vier (!) Prozent. Das macht eine DRW von 77.000. Damit wurde der ORF sogar vom größten Privatsender (ServusTV) überholt, der mit seinem Quizmaster zu dieser Zeit eine Quote von 116.000 (DRW 12+) hatte.

Von Lucas Ammann

Lucas Ammann ist Blogger und schreibt hier über Themen, die ihn persönlich betreffen und berühren. Zuvor war er bereits für diverse österreichische Medienhäuser tätig. Mehr unter "Über mich".

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