Lucas Ammann auf ServusTV bei Michael Fleischhacker | Bild: ©privat/ServusTV-Liveübertragung

Riesen-Wirbel nach TV-Auftritt: Am Sonntag diskutierte Lucas Ammann auf ServusTV bei Talk-Master Michael Fleischhacker live auf ServusTV. Weitere Gäste: FPÖ-Denker Andreas Mölzer, Claudia Reiterer (Ex-ORF) und Robert Misik. Themen: Kammerzwang, Budgetloch und der ORF.

Weil ich von vielen gefragt wurde, wie man als 23-Jähriger professionelles Fernsehen erlebt, hier ein Erfahrungsbericht im Nachgang zur Sendung.

Sonntag, 21 Uhr: Ich treffe im Red-Bull-Media-House im zweiten Wiener Gemeindebezirk in der Krieau ein. Zu diesem Zeitpunkt war mir bewusst: In genau einer Stunde soll die große Diskussionssendung, zu der ich eingeladen war, beginnen. Pünktlich. Schließlich war „Links.Rechts.Mitte.“ auf ServusTV vergangenen Sonntag als Livesendung angesetzt.

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Eine knappe Stunde Zeit war also noch Zeit – für eine kurze Begrüßung durch das in jeder Hinsicht großartige ServusTV-Team, ein kurzes Kennenlernen der Mitdiskutanten, des Moderators. Dann ging es in die Maske – zum ersten Mal wurde ich von Visagisten „verschönert“ (man sieht danach wirklich besser aus) – und zehn Minuten vor dem Live-Einstieg waren wir im Studio. Alles wird noch einmal gecheckt.

Dann geht es los – Signation – und Michael Fleischhacker begrüßt die Zehntausenden Live-Zuschauer des reichweitenstärksten Privat-TV-Senders Österreichs. Die Themen waren klar, die Gäste waren mir (nur) aus den Medien bekannt. Ich war gut vorbereitet (auch ohne teure PR-Berater und ohne Presseabteilung im Rücken), hatte viel zu sagen. Was mir aber auch klar war: Meine Mitdiskutanten hatten – im Gegensatz zu mir – jahrzehntelange Erfahrung im TV-Bereich. Als Erster am Wort war Andreas Mölzer, gefolgt von Frau Reiterer – und ich folgte als dritter im Bunde.

Die Sendung war top moderiert – immerhin vom wohl besten Talk-Master/Interviewer des Landes (Michael Fleischhacker). Jedoch war sie dennoch sehr hitzig (unter anderem aufgrund meiner Beiträge, die gar nicht zurückhaltend waren) – was aber meinen Erwartungen entsprach. Fleischhacker verteilte die Redezeit geschickt, führte die drei Themen – Kammern, Budgetloch und ORF – gelungen zusammen. Dass ich mit Frau Reiterer beim Thema ORF zusammenkrachen würde, war ohnehin klar. Ich hoffe dennoch, dass ich die wichtige medienpolitische Dimension abseits der Personendebatte dem Publikum näher bringen konnte.

„Die Presse“ berichtet

Nach rund einer Stunde und 15 Minuten war die Aufregung wieder vorbei und wir waren natürlich wieder nett zueinander. Auch das sollte eigentlich selbstverständlich sein. Es gab dann übrigens noch die Gelegenheit, die Themen ohne Kameras in Ruhe unter acht bzw. zehn Augen zu diskutieren.

Was in den kommenden Stunden und Tagen folgte, ist eine Flut an Nachrichten auf Social Media, Mails, Anrufe, Kommentare. Die Rückmeldungen an mich waren – zu meiner Überraschung – zu 95 Prozent sehr positiv, auch Fans habe ich mit dem Auftritt gewonnen. Wir schafften es mit unserer Debatte sogar mit einem stark kaustischen Artikel in die Tageszeitung „Die Presse“. Ein Meinungsartikel, den ich wohlwollend zur Kenntnis nahm. Warum, dürfte jedem klar sein. Zumindest interveniert bei mir keiner, das ist ja das Schöne am Blogger-Leben. Und selbst wenn: Es würde gar nichts bringen – Interventionen würde ich ja bekanntlich ohnehin veröffentlichen.

Von Lucas Ammann

Lucas Ammann ist Blogger und schreibt hier über Themen, die ihn persönlich betreffen und berühren. Zuvor war er bereits für diverse österreichische Medienhäuser tätig. Mehr unter "Über mich".

2 Kommentare zu „„Kammerzwang weg, ORF privatisieren“, Lucas Ammann fordert auf ServusTV schlanken Staat“

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