Der Journalistenkongress 2026 des im Juni 2026 neugegründeten Vereins für unabhängigen Journalismus (UJ) war ein voller Erfolg: Am 16. und 17. Oktober trafen sich im The Circle in Zürich über 100 Medienschaffende und -interessierte aus der Schweiz, Deutschland und Österreich zu zwei Tagen Debatte und Vernetzung. Der Kongress war bereits im Vorfeld ausgebucht.
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Schon am Freitagmorgen, als der Kongress von Präsident Ronnie Grob und den Vorständen Hannes Kirchbaumer und Lucas Ammann eröffnet wurde, war der Saal gut gefüllt. Insgesamt trafen sich in Zürich in diesem Jahr über 100 Branchenvertreter aus Journalismus und PR.
Laura Sachslehner (exxpress), Matthias Zehnder (Edito) und Anna Schneider (WELT) erklärten, warum sie Journalisten sind und sein wollen. Panels widmeten sich dem Investigativjournalismus, dem öffentlich-rechtlichen Rundfunk und der Zukunft junger Journalisten. Dabei konnte der Verein UJ hochkarätige Namen wie Tarek Leitner (ORF) oder Clemens Oistric (Heute) für sich gewinnen. Insbesondere das Panel zum ÖRR, moderiert von Lucas Ammann, weckte auch untertags großes Interesse.
Höhepunkt war die Abend-Podiumsdiskussion «Ist die Tageszeitung bereits tot?» mit Eric Gujer (NZZ), Patrik Müller (CH Media), Rolf Cavalli (Blick) und Rainer Nowak (Die Presse), moderiert von Matthias Ackeret (persoenlich.com).



Am Samstag fanden drei Workshops mit Teilnehmern statt: «Aufbau einer digitalen Community» (Hannes Kirchbaumer, Verein UJ), «KI ersetzt keine Journalisten. Journalisten mit KI schon.» (Markus Keiblinger, Texterous) und «Social Media als Medium optimal nutzen» (Vadim Derksen, Junge Freiheit).
«Das grosse Interesse für diesen ersten Anlass am Flughafen Zürich zeigt das Bedürfnis nach einem offenen Austausch unter Medienschaffenden über Redaktions-, Landes- und Meinungsgrenzen hinweg», sagt Ronnie Grob, Präsident des Vereins UJ.
Ronnie Grob, Präsident des Vereins UJ
«Im Juni haben wir den Verein gegründet, im Oktober war der Saal voll. Das zeigt uns, dass wir einen Nerv getroffen haben, und es spornt uns an, beim nächsten Mal noch mehr zu bieten»
Hannes Kirchbaumer, Vorstand des Vereins UJ.
«Trotz eines sehr kleinen Teams und aufgrund hunderter ehrenamtlich investierter Stunden ist es uns nicht nur gelungen, klingende Namen wie Tarek Leitner, Eric Gujer oder Patrik Müller zu uns auf die Bühne zu bekommen, sondern wir haben vor allem die wichtigsten Themen des Journalismus unserer Zeit auf hohem Niveau diskutiert. Ich freue mich auf mehr»
UJ-Vorstand Lucas Ammann
