Seit kurzem greifen die neuen Transparenzbestimmungen des Europäischen Medienfreiheitsgesetzes (EMFG), das im nationalen Recht umgesetzt wurde. Nun zeichnen die neu veröffentlichte Statistik und Berechnungen von lucasammann.com ein erschreckendes Bild: Der Staatsfunk kassierte im Jahr 2025 mehr als doppelt so viel an öffentlichen Werbegeldern als die größte Tageszeitung!
Exklusive Hintergründe: Abonnieren Sie lucasammann.com jetzt auch auf WhatsApp!
Der ORF kommt nicht aus den Negativschlagzeilen, obwohl er über ein gewaltiges Budget verfügt. Neue Zahlen der Aufsichtsbehörde KommAustria zeigen nun: Der ORF kassiert übermäßig viel Werbegelder von öffentlichen Stellen. Seit diesem Jahr müssen Medienunternehmen nämlich neben ihren Eigentumsverhältnissen auch den jährlichen Netto-Gesamtbetrag aus der ihnen zugekommen Mitteln aus staatlicher Werbung aus dem In- und Ausland sowie Werbeeinnahmen von Behörden oder öffentlichen Stellen aus Drittländern offenlegen.
Lucas Ammann bekommt keinen Cent an öffentlichen Geldern. Damit diese Seite weiter existieren kann, bitten wir um Ihre Unterstützung. Wenn Ihnen meine Arbeit gefällt, unterstützen Sie mich mit einer Spende!
Wie Auswertungen von LA Media zeigen, kassiert der ORF am meisten dieser Gelder ab und zwar mehr als doppelt so viel wie die Kronenzeitung als größte Tageszeitung des Landes. Insgesamt hat der ORF 25,6 Millionen Euro an Werbegeldern eingenommen (das freilich neben den hunderten Millionen an ORF-Zwangsbeiträgen und satten Zuschüssen aus dem Budget), gefolgt von der Kronenzeitung mit 12,1 Millionen Euro – also nicht einmal der Hälfte davon.

Platz drei der Werbegeldkaiser belegt die „Kleine Zeitung“ mit 7,3 Millionen Euro, gefolgt vom „Standard“ mit 7,1 Millionen Euro. Damit kassierte das linke Blatt deutlich mehr als etwa der „Kurier“ (5,6 Millionen Euro), der aber eine deutlich größere Druckauflage hat – die Online-Reichweiten sind vergleichbar.
