Gabriel Paulus im Gespräch mit Lucas Ammann in der Parteiakademie der Neos. | Bild: © privat/Paulus

Der 25-jährige Gabriel Paulus spricht zehn Sprachen, hat bereits drei Universitätsabschlüsse in der Tasche und ist nun Rechtsanwaltsanwärter. Als erster Gast bei NE#T GENERATION gibt er Tipps, wie man so erfolgreich im Studium ist – und stellt seine politischen Pläne für die Zukunft vor.

Gabriel Paulus (25) kandidiert für das Europaparlament auf Listenplatz 8 der Neos. Im Podcast-Interview geht es aber nicht nur um EU-Politik, sondern auch um seinen beeindruckenden Lebenslauf: Der 25-Jährige hat sein Jus-Studium in nicht einmal drei Jahren abgeschlossen – seinen eigenen Angaben zufolge zählt er damit zu den zwei Prozent der schnellsten Studenten in seinem Fach. Damit nicht genug: Paulus hat auch bereits einen postgradualen Abschluss im Europarecht und einen Master in Politikwissenschaften. Letzteren hat er ebenso wie seinen Magister Iuris an der Universität Wien erworben – für sein PoWi-Studium brauchte er gerade einmal ein Jahr – rekordverdächtig!

Seine internationalen Erfahrungen, die er vor allem in 17 verschiedenen Praktika in neun Ländern gewonnen hat, ergänzen seine universitäre Ausbildung. Und: Paulus spricht neun Fremdsprechen – neben seiner Muttersprache Deutsch und seinen Lateinkenntnissen.

Doch wie schafft man es, so schnell zu studieren und nebenher noch so viele Sprachen zu lernen. „Mir ist schon klar, dass gerade viele Jus-Studenten überfordert sind, überhaupt in der Mindeststudienzeit zu bleiben“, sagt Paulus im Interview. Doch „mit Disziplin und der richtigen Strategie“ wäre das machbar. Im Podcast nennt der junge Jurist zahlreiche Tipps für Studenten, wie sie sich besser organisieren können.

Auch mit einigen deutlichen Aussagen lässt Paulus aufwarten, etwa, dass „Kommunismus per se nicht funktioniert“ oder dass er sich „geniert“, während seiner Zeit am Gymnasium einmal mit den Grünen sympathisiert zu haben. Inhaltlich beschäftigen den mehrfachen Uni-Absolventen vor allem die Themen Wirtschaft, Migration und der Krieg in der Ukraine. Paulus, der selber auch Russisch und Ukrainisch spricht, ist etwas der Meinung, dass „die Ukraine-Hilfe der EU und der USA reiner Eigennutz“ sei.

Gabriel Paulus beantwortete über eine Stunde lang Fragen von Lucas Ammann und der lucasammann.com-Leserschaft. | Bild: © privat/Paulus

Es ist sehr unwahrscheinlich, dass der 25-jährige Neos-Kandidat ins EU-Parlament einzieht. Derzeit können die Neos – Dank der guten Performance des Spitzenkandidaten Helmut Brandstätter – zumindest auf ein zweites Mandat in Brüssel bzw. Straßburg hoffen. Dass er voraussichtlich nicht einziehen werde, ärgert den Juristen aber nicht. Seine berufliche Zukunft sieht er ohnehin in der Juristerei – Politik betrachte er nämlich vornehmlich als „Hobby“, wie er im Gespräch erzählt.

Von Lucas Ammann

Lucas Ammann ist Blogger und schreibt hier über Themen, die ihn persönlich betreffen und berühren. Zuvor war er bereits für diverse österreichische Medienhäuser tätig. Mehr unter "Über mich".

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