Knalleffekt im ORF-Stiftungsrat! Peter Westenthaler bringt erstmals den Namen des langjährigen ORF-Managers Pius Strobl ins Spiel, der in die ORF-Intrige verwickelt sein soll. Strobl spricht von „Opfer-Täter-Umkehr“ – bestätigt aber, dass er und die Frau, die die persönlichen Vorwürfe gegen Ex-GD Weißmann erhoben hat, den gleichen Anwalt hätten – und dass Strobl mit Weißmann wegen Pensionsansprüchen in Konflikt stand.
Auch gegen Stiftungsratsvorsitzenden Heinz Lederer würden „schwere Vorwürfe“ vorliegen, so Westenthaler – insbesondere, weil dieser mit der Information des Stiftungsrates zugewartet hätte. Heute tagt der ORF-Stiftungsrat erstmals nach Auffliegen der Causa.
Lucas Ammann schrieb bereits am Montagmittag auf Twitter: „Als einer der größten Kritiker des ORF – auch unter Weißmann – sage ich: Dass jahrealte Vorwürfe wegen angeblicher „Belästigung“ aus dem Jahr 2022 gegen GD Weißmann plötzlich wenige Monate vor seiner Wiederwahl ganz groß medial gespielt werden und er auf Druck von Stiftungsratsvorsitzenden Lederer zurücktreten muss, dürfte kein Zufall sein. Will da wer einen neuen (linken) Chef installieren?“
Die Gerüchte nach einem rot-grünen Putsch verdichten sich – Strobl bestreitet diese Version aber massiv. Pius Strobl bekleidete über Jahre hohe Funktionen im ORF. Bereits gestern Abend berichtete der ÖVP-nahe Verleger Wolfgang Rosam von den entsprechenden Gerüchten, die seit Montag kursieren. Demnach geht es um viel Geld: Weißmann soll eine Pensionsregelung abgedreht haben, von der Strobl profitiert habe, so die Gerüchte. Konkret ginge es um eine vertragliche Zusage unter dem SPÖ-nahen Ex-GD Alexander Wrabetz.
Zu einem möglichen Naheverhältnis zwischen Strobl und der Frau, die die persönlichen Vorwürfe gegen Weißman erhoben hatte (der Name der Frau ist lucasammann.com bekannt, es wird jedoch aus medienrechtlichen Gründen auf eine Berichterstattung darüber zum jetzigen Zeitpunkt verzichtet), sagte Strobl zum „Standard“: „Die betroffene Frau brauchte meine Motivation nicht, sondern nur ihren persönlichen großen Mut (…). Auch wenn ‚altes Denken‘ dazu führt, dass manche Kreise auch in Haus ORF allzu gerne die ‚Opfer-Täter-Umkehr“ mit großer Intensität betreiben.“
Strobl berichtet von angeblichem „Mobbing“ im ORF gegen ihn unter der Führung von Weißmann. Strobl meint aber: „Die dem Herrn Generaldirektor a. D. nunmehr angelasteten Vorkommnisse stehen allerdings in keinem Zusammenhang mit meiner beruflichen Tätigkeit (…)“. Strobl bestätigt aber auch, dass er und die Frau, die die persönlichen Vorwürfe gegen Ex-GD Weißmann erhoben hat, den gleichen Anwalt haben – und dass Strobl mit Weißmann wegen Pensionsansprüchen in Konflikt stand.
Lucasammann.com hält auf dem Laufenden. Für alle Beteiligten gilt die Unschuldsvermutung.
